Conductive Education (CE) / Konduktive Förderung (KF)

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Andras Peto… where it all began
Conductive Education was developed in Hungary by Dr. András Petö in the 1940s. As a physician, he was interested in the rehabilitation of children and adults with physical disabilities, and the connection between mind and body. Dr. Petö recognised that people with lifelong disabilities require a different learning model that integrates education, therapy and (for children) academic learning into a unified, holistic model. Petö viewed people with neurological conditions as a whole; focussing not only on the body but also the personality. He therefore chose methods of facilitation in such a way that they not only made movements/ actions possible, but also developed the whole personality; the wish, desire and ability to be active. CE perceives people with neurological conditions as facing a challenge of learning rather than needing treatment for a medical condition. After a malfunction or an impairment of the central nervous system, there remains a residual capacity and an ability of the brain to establish new synaptic connections. This is known as neuroplasticity. However, neuroplasticity cannot be tapped spontaneously – it must be activated. Petö argued that in order to ensure learning people with neurological conditions should be ‘taught’ rather than ‘treated’. Through a structured teaching environment, led by the conductor, the brain can use residual capacity and neuroplasticity therefore learning can be promoted. CE can be seen to utilise the neuroplastic properties of the brain in order to re/learn lost or impaired functionality. 

 

Andras Peto… wo alles begann
Konduktive Förderung wurde in den 1940ern in Ungarn von Dr. András Petö entwickelt. Als Arzt interessierte er sich für die Rehabilitation von Kindern und Erwachsenen mit körperlichen Behinderungen sowie für die Verbindung von Körper und Geist. Dr. Petö hat erkannt, dass Menschen mit lebenslangen Behinderungen ein anderes Lernmodell benötigen, das Bildung, Therapie und (für Kinder) akademisches Lernen in ein einheitliches, ganzheitliches Modell integriert. Petö betrachtete Menschen mit neurologischen Erkrankungen als Ganzes; er hatte sein Augenmerk nicht nur auf körperliche Aspekte, sondern auch auf die gesamte Persönlichkeit. Er entschied sich daher für Fazilitationsstrategien, die nicht nur Bewegungen / Aktionen möglich machen, sondern auch die Persönlichkeit entwickeln; den Wunsch, das Bestreben und die Fähigkeit aktiv zu sein. KF geht von neurologischen Beeinträchtigungen als eine Herausforderung an das Lernen eher als eine zu behandelnde Erkrankung aus. Nach einer Fehlfunktion oder einer Beeinträchtigung des Zentralnervensystems verbleibt eine Restkapazität und die Fähigkeit des Gehirns, neue synaptische Verbindungen herzustellen. Dies wird als Neuroplastizität bezeichnet. Die Neuroplastizität kann jedoch nicht spontan zu Nutze gemacht werden, sondern muss aktiviert werden. Petö argumentierte, dass das Lernen von Menschen mit neurologischen Erkrankungen „unterrichtet“ und nicht „behandelt“ werden sollte. Durch eine strukturierte Unterrichtsumgebung, in der von dem / der Konduktor/in angeleitet wird, kann das Gehirn Restkapazität und Neuroplastizität nutzen, sodass das Lernen gefördert werden kann. So wird offensichtlich, dass KF die neuroplastischen Eigenschaften des Gehirns nutzt, um verlorene oder beeinträchtigte Funktionalität (wieder) zu erlernen.

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